My Name is Severus

 

 

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Kapitel 15: Albus geht Eislaufen

Draco und Severus machten ihren Zug noch in dieser Nacht. Leise schlichen sie sich mit klopfendem Herzen in die Bibliothek, aber nichts rührte sich im Schloss. Es schien als würde sogar Mrs. Norris schlafen.

Oder vielleicht warteten sie alle in der Bibliothek auf sie, weil sie irgendwie von ihrem Vorhaben erfahren hatten?

„Sniff!", sagte Greenie als sie endlich die Tür der Bibliothek erreichten.

Beide Jungen erschraken. Draco starrte den Igel wütend an.

„Musstest du den Igel mitbringen?“, beschwerte er sich. “Er verrät uns.”

“Greenie würde das nie tun! Er ist unser Freund.”

“Er versteht nur zufällig die Lage nicht. Oder hast du ihm beigebracht, auf Befehl stumm zu sein?“

Severus sah hinunter auf den aufgeregten Igel in seinen Armen. Bisher hatte er nicht den Eindruck gehabt, daß man Igel überhaupt dressieren konnte.

„Psst, Greenie!“, flüsterte er seinem kleinen Freund zu. “Du musst jetzt ganz still sein, wir wollen nicht, daß Slytherin noch mehr Punke verliert. Erinnert du dich was passiert ist, als uns Albus da drin erwischt hat?”

Greenie antwortete nicht.

„Siehst du, er hat mich verstanden. Jetzt ist er still.”

“Ja klar.”

“Guter Junge, Greenie. Sei ganz leise.“

"Sniff!" Draco warf Severus einen wütenden Blick zu, aber er sagte nichts. Es war sowieso zu spät. Sie waren zu weit gegangen um den Igel noch zurück zu bringen.

„Okay, bereit?“, fragte Severus, während er seinen Zauberstab heraus zog.

Draco nahm schnell seinen eigenen Zauberstab und ging den Spruch, den ihm Severus beigebracht hatte, nochmal durch. Er war nicht leicht, aber der Spruch, mit dem man die Tür öffnen konnte, ohne den Alarm auszulösen, war noch schwerer, und Draco wusste, daß er den nicht schaffen würde.

Er nickte Severus zu um ihm zu zeigen, daß er bereit war.

Severus sprach den komplizierten Spruch mit Leichtigkeit, während Draco seinen eigenen Spruch vorbereitete. Die Tür öffnete sich und Sekunden später traf der Schlafspruch den Tisch der Bibliothekarin. Draco hielt den Atem an bis ihm ein lautes Schnarchen sagte, daß er wirklich Dobby getroffen hatte und der Spruch richtig gewesen war.

Die Jungen schlichen in die dunkle Bibliothek und gingen auf Zehenspitzen hinüber zur Verbotenen Abteilung.

„Bist du sicher, daß du weißt wie du die Schutzzauber ausschaltest?“ fragte Draco nervös.

„Ich habe sie oft genug aufgebaut. Ich brauchte nur etwas Zeit um es richtig zu machen.“

„Damals war st du älter.“

„Das ist nur mein Körper.“

„Oh ja? Dumbledore fängt an das zu bezweifeln.“ Severus sah Draco wütend an. “Ich versichere dir, daß meine Fähigkeiten nicht gelitten haben.”

„Das hat du im Verwandlungsunterricht aber bewiesen.“

„Hast du mich vor dem Vorfall je bei einer Verwandlung gesehen?“ “Äh...nein.“

„Siehst du, jetzt weißt du warum.“

„Nun, ich erinnere mich nicht daran, daß du als Erwachsener Feuerkracher geworfen, Mausefallen für die Schüler aufgestellt oder grüne Igel herumgetragen hast.“

„Heißt aber nicht, daß mir nicht danach war. Und ich hatte noch nie einen grünen Igel, den ich herumtragen konnte. Jetzt setz dich nur und sei ruhig, damit ich mich auf die Sprüche konzentrieren kann.“

Draco seufzte und setzte sich. Einen Augenblick lang wünschte er, er könnte wieder ins Bett gehen. Severus brauchte ihn schließlich nicht mehr wirklich.

Etwa 10 Minuten später verkündete Severus, daß er fertig war, und Draco schlich neugierig wieder zu den Bücherregalen.

Hier waren einige Bücher, deren Titel er kannte. Ja, er war sicher, daß er einige davon in der Bibliothek seines Vaters gesehen hatte.

Severus fing an, Bücher herauszuziehen und in seine Tasche zu stopfen. Er verschwendete nicht viel Zeit damit, sich die Titel anzusehen. Er schien genau zu wissen, welche Bücher er wollte und wo sie standen. ”Kann ich sie anfassen?”, fragte Draco vorsichtig.

„Natürlich kannst du. Ich habe es schon getan und der Alarm ist nicht losgegangen, wovor hast du also Angst?“

„Nun, ich dachte der Spruch wirkt vielleicht nur bei dir“, erklärte Draco, dann zog er ein interessant aussehendes Buch heraus. Es handelte von den Foltermethoden dunkler Zauberer. Sehr gut beschrieben und mit Bildern. Draco starrte hinein.

Severus packte fertig ein und kam zu ihm herüber.

„Okay, ich bin fertig. Gehen wir.”

Draco reagierte nicht. Severus legte ihm eine Hand auf die Schulter und fühlte wie er zitterte.

"Draco?" Noch immer keine Reaktion. Severus nahm ihm vorsichtig das Buch aus den Händen, sah hinein und schloß es schnell.

„Vielleicht hätte ich dir nicht erlauben sollen sie anzufassen. Es gibt Gründe, aus denen sie unter diesen Sprüchen gehalten werden, es ist aber nur ein Buch, niemand hier würde wirklich so etwas tun. Komm schon.“ Er steuerte Draco wieder auf die Tür zu und reaktivierte die Schutzzauber mit einem schnellen Spruch über die Schulter.

Draco sagte nichts, während sie in den Schlafsaal zurück gingen, und als sie dort ankamen, holte er seinen Teddy aus seinem Koffer und rollte sich auf seinem Bett zusammen, so daß er aussah wie ein kleines, verängstigtes Kind. Severus hatte natürlich recht. Niemand in Hogwarts würde so etwas tun, aber Draco war überzeugt, daß sein Vater es tun würde. Ja, sein Vater würde solche Dinge tun, und vielleicht noch schlimmere als auf dem einen Bild, das er gesehen hatte.

Severus fühlte sich furchtbar schuldig. Er wusste ganz genau, warum die Schüler diese Bücher nicht haben durften, er hätte Draco nicht damit herumspielen lassen sollen. Er war ein Erwachsener, und er hatte vieles gesehen. Er konnte ertragen was in den Büchern war, und er wusste wie er sie benutzen musste. Aber Draco war nur ein Junge. Und ein sehr empfindlicher dazu, auch wenn er das meistens nicht zeigte. Er hätte auf ihn aufpassen sollen. Vielleicht hätte er ihm ein harmloseres Buch geben sollen, ihm sagen sollen, er sollte bestimmte Titel suchen...

Er setzte sich auf das Bett neben Draco und redete beruhigend auf ihn ein und strich über seine Haare bis er endlich einschlief.

In der Mittagespause am Freitag fingen Draco und Severus damit an, die Bücher durchzusehen, die sie sich “geliehen” hatten, um etwas über Verjüngungs- oder Alterungstränke zu fingen. Severus wählte die Bücher, die er Draco gab, dieses Mal sehr vorsichtig aus, und ließ ihn bei den Büchern, die er für sich behalten hatte nicht einmal über sein Schulter sehen.

Draco war danach, den Beleidigten zu spielen, aber dann erinnerte er sich daran, wie Severus fast die ganze Nacht über bei ihm gesessen hatte.

‚Er muß denken ich kann es nicht ertragen, daß ich schwach bin, und er versucht mich zu beschützen’, wurde ihm klar. Vielleicht hatte Severus Recht, Draco zitterte noch immer, wenn er sich an das Bild erinnerte.

Severus sah auf als Draco wieder schauderte.

„Soll ich es lieber alleine machen? Ich kann sowieso viel schneller nachsehen als du.“

„Oh wirklich? Du denkst du bist soviel besser?“ Draco gab sein Bestes um hart zu klingen, aber das Ergebnis klang auch für ihn eher beleidigt. “Nein, aber ich habe sie schon mal gelesen, weißt du. Ich weiß in welche Kapitel ich sehen muß.“ “Du bist trotzdem schneller wenn ich dir helfe.“

„Stimmt, aber ich will dir nicht Angst machen, ich schaffe es ohne dich wenn ich muß.“

„Ich habe nie Angst!“

„Ja, und ich weine nie.“

Draco lächelte. Severus gab ihm die Chance, sich zurückzuziehen ohne das Gesicht zu verlieren. Er würde es einfach akzeptieren wenn Draco sagte, es wäre ihm zu viel. Aber das war es nicht!

„Ist schon gut. Ich habe in den Büchern noch nichts gelesen. Es war nur das eine Bild. Oder nur das eine Buch. Ich fange nur an zu zittern wenn ich daran denke. Die Bücher sind in Ordnung, wirklich.“

„Ich gebe dir trotzdem nichts mit Bildern“, erklärte Severus ruhig.

Da kam der erwachsene Lehrer durch. Draco grinste.

„Und da sagen sie, du bist nicht erwachen genug um zu unterrichten.

„Bin ich nicht. Ich werfe Feuerkracher und so.“

Sie lachten beide und gingen wieder an die Arbeit. Eine zeitlang waren Dracos Gedanken von dem Bild, das er in der Bibliothek gesehen hatte abgelenkt, aber nach einer Weile kehrte der Gedanke zurück. Und er fing wieder an zu zittern.

„Niemand hier würde das tun, Draco. Ehrlich. Es ist nur ein Bild von Dingen, die einige sehr böse Zauberer vor langer Zeit getan haben.“

„Waren sie böser als Voldemort?”, fragte Draco leise.

Severus seufzte. Er konnte darüber nicht lügen. Vielleicht würde Draco nicht weiter fragen wenn er es ihm sagte.

„Nein, denke ich nicht.“

„Also würden Voldemort und sein Gefolge diese Dinge tun?”

“Sie können hier nicht rein, Draco. Hogwarts ist geschützt, und sie haben sowieso Angst vor Albus.”

“Aber sie würden so was tun?”

'Nein, das will ich dir nicht sagen! Ich will nicht, daß du Angst hast!' Aber Severus hatte das Gefühl, daß er ehrlich mit Draco sein musste. „Ja, einige von ihnen schon.“

„Woher weißt du, daß mein Vater ein Todesser ist?“

Nun, das war etwas sichererer Boden. Dennoch sprach Severus nicht gerne darüber. Er nahm Greenie, der zwischen den Büchern herumgeschnüffelt hatte und starrte den Igel an, während er antwortete. “Ich weiß es, weil er mich rekrutiert hat.“

„Du...“

„Ich war sehr einsam als Junge. Ich hatte nie Freunde, die Kinder haben mich nicht gemocht, und die Erwachsenen haben mich meistes ignoriert. Nur dein Vater nicht. Er ließ mich in dem Glauben, daß er mich mochte, und dafür habe ich ihn bewundert. Er war mein Held. Ich wäre ihm überallhin gefolgt. Ich wollte genau wie er sein und als er mich bat ein Todesser zu werden... da wurde ich es. Ich tat es um zu werden wie er.“

„Aber ich dachte, du haßt ihn? Er haßt jedenfalls dich.“

“Weil ich in seinen Augen schwach bin. Vielleicht bin ich es wirklich.“

„Schwach? Weil du manchmal weinst?“ ”Weil ich nicht foltern und töten kann.” ”Foltern!? Wie auf dem Bild?” Dracos Gesicht war wieder ganz weiß geworden. “Nein, nicht wie auf dem Bild. Das können nur ganz wenige. Nein, ich kann den Cruciatusfluch nicht benutzen, ich kann nicht mit ansehen, wie er den Menschen weh tut.

„Voldemort würde es tun, oder?”, fragte Draco, der auf einmal ganz ruhig klang, obwohl er sehr bleich war.

„Was tun?”

“Jemanden foltern wie auf dem Bild.”

„Ich weiß nicht. Ich habe noch nie gesehen wie jemand so etwas tut.“

„Also macht es Voldemort nicht?“

„Ich habe nie so etwas gesehen, aber manche Leute behaupten, daß es geschehen ist. Sie hätten es mir nicht gesagt, wenn sie es getan hätten.“

„Warum nicht?“

„Nun, sie wussten schon, daß ich Cruciatus nicht aushalten kann."

Draco dachte zurück an seine Reaktion als er das Bild gesehen hatte. Nur das Bild von jemandem der gefoltert wurde, und Severus hatte es auch gesehen und nicht das kleinste Problem damit gehabt. Oder hatte er seine wahre Reaktion verborgen? Aber selbst wenn, war er stark genug gewesen um seinen Schrecken zu unterdrücken. Draco nicht.

„Ich denke, ich könnte es auch nicht“, sagte er, und sie durchsuchten weiter die Bücher.

Seltsamerweise ging es Draco jetzt besser. Vielleicht war es das Wissen, daß Severus seine Reaktion verstand, oder vielleicht hatte es ihm einfach geholfen, über seine Ängste zu reden.

„Draco?“, sagte Severus nach einer Weile.

„Ja?“

„Werd kein Todesser.“

„Aber dafür wurde ich geboren. Mein Vater hat mich mein ganzes Leben dazu ausgebildet. Er erwartet, daß ich der Tradition der Familie folge. Ich kann ihm nicht einfach so den Rücken kehren. Ich muß die Familie und die Tradition weiterführen.“

„Wenn du den Cruciatusfluch nicht ausführen kannst, ist das das Ende. Sie bringen dich um.“

„Dich haben sie nicht umgebaracht.”

„Mich haben sie gebraucht, um schwere Tränke für sie zu brauen. Gute Tränkemeister sind selten, und sie konnten keinen Ersatz fingen, aber ich habe trotzdem in ständiger Gefahr gelebt, und Lucius will noch immer meinen Tod.“

„Er würde es tun, oder?“

„Was?“

„F...foltern...“ Draco konnte nicht weiter sprechen, aber es war nicht nötig.

„Ich denke Nott macht diese Dinge, er hat den meisten Spaß daran, andere leiden zu sehen. Lucius ist viel ruhiger und zu weit oben in den Rängen um sich um so einfache Dinge zu kümmern. Er ist eher in ihrer Strategieabteilung aktiv.“

Aber Draco wusste, daß Severus die wahre Frage umging.

„Er ist aber zu solchen Dingen fähig, oder?“ Es war nicht mehr wirklich eine Frage.

„So wie ich ihn einschätze? Ich denke schon, aber ich habe nie einen Beweis gesehen, und ich täusche mich vielleicht in ihm. Er ist schwer zu lesen, und ich denke nicht, daß ich bei ihm ganz objektiv sein kann. Zu viel ist zwischen uns vorgefallen."

„Du haßt ihn ebenso sehr wie er dich, oder?“

„Nein, ich denke ich hasse ihn mehr als er mich je hassen könnte. Ich bin nur Ungeziefer für ihn, ein Insekt das er zertreten möchte, aber ich habe ihn einmal bewundert und ihm vertraut und er hat mich betrogen. Das tut mehr weh, als alles von dem er denkt, daß ich es ihm je antun könnte.“

„Alles das ER DENKT, daß du ihm antun könntest“, wiederholte Draco langsam. „Denkst du daran, ihn eines Tages nach Azkaban zu schicken?“

„Damit würde ich dir wahrscheinlich einen Gefallen tun“, antwortete Severus ohne ihm in die Augen zu sehen. „Voldemort würde dich danach höchstwahrscheinlich vergessen.“ Draco starrte auf das Buch hinunter in dem er suchen sollte. Severus hatte Recht, wenn sein Vater nach Azkaban kam, wäre er frei von vielen Dingen. Andererseits, wie würden seine Freunde reagieren? Wie wäre es, wenn der Name seines Vaters ihn nicht mehr schützte? Und er wollte sich wirklich nicht vorstellen, wie Harry Potter reagieren würde. Und die Weasleys? Was würde Ginny sagen? Würde sie den Sohn eines Todessers wollen? Aber die Weasleys wussten schon, daß Lucius ein Todesser war. Oder?

Dann fiel ihm etwas anders ein.

„Was ist wenn er dich verrät? Sie würden ihn befragen, und auffordern, die Namen anderer Todesser preiszugeben. Er würde dich mit hinunter reißen. Das ist die Art von Sache die er tun würde.

Severus lachte kopfschüttelnd. Und auf einmal sah Draco die Wahrheit. Auf einmal verstand er warum Dumbledore solche Angst gehabt hatte, daß Voldemort Severus getötet haben könnte, als sie gedacht hatten, er wäre weggelaufen. Das Ministerium wusste es schon. Voldemort war überlistet worden.

„Du bist nicht schwach, gar nicht schwach.“

„Ich kann Leute nicht foltern und ich kann einen einfachen Igel nicht in einen Aschenbecher verwandeln, und du sagst ich bin nicht schwach?“

„Schwache Leute wagen es nicht einmal, Voldemorts Namen auszusprechen. ... selbst einige Todesser tun das nicht, weißt du.

„Oh ja das weiß ich. Ich weiß mehr über Todesser als jemand wollen würde, und du passt nicht besser zu diesen Typen als ich.“

Draco nickte, aber er antwortete nicht er wollte kein Versprechen machen, das er nicht halten konnte. Nein, er wollte kein Todesser werden, aber er dachte auch nicht, daß er es seinem Vater abschlagen konnte.

„Wir müssen gehen“, sagte er stattdessen, „Zaubertränke fängt in 5 Minuten an.“

„Wie schön. Wir dürfen noch eine Stunde mit Mary Sue verbringen.“

“Sag mir nicht, daß du deine Hausaufgaben gemacht hast oder, so.”

„Meine Hausaufgaben gemacht? Natürlich nicht! Ich hasse Zaubertränke, weißt du noch? Ich könnte keinen Aufsatz über Tränke schreiben, auch wenn ich es versuchen würde

Mary Sue trug noch immer ein Tuch über ihren höchstwahrscheinlich immer noch grünen Haaren, nach dem Blick auf ihrem Gesicht zu urteilen, hatte sie so ziemlich alles versucht, um die Farbe loszuwerden und verzweifelte langsam. Severus grinste zufrieden. Er würde ihr sicher nicht von der Geheimformel erzählen, die vielleicht sogar funktionieren würde. Er hatte aber nie einen Grund gehabt sie auszuprobieren, und war nicht sicher, daß sie funktionieren würde.

Das Klassenzimmer war wieder frisch gestrichen worden. Und Mary Sue hatte den Schrank der Schüler vor das Loch geschoben, das Severus in die Wand gesprengt hatte. Nun, die Situation hatte etwas für sich. Zusätzliche Zutaten zu stehlen würde leicht sein. Anfänge von Plänen fingen an, sich in Severus’ Gedanken zu bilden.

Mary Sue begann die Stunde wieder, indem sie nach den Hausaufgaben fragte.

„Ich habe immer noch keine Zeit gefunden, meinen Hauselfen zu ersetzen“, behauptete Draco.

Mary Sue, die heute einen lavendelfarbenen Umhang und dazu passende Schminke trug, warf ihm einen wütenden Blick zu und teilte ihm mit, daß er gerade zwei Minuspunke verdient hatte, da nun zwei Hausaufgaben überfällig waren.

“Ich habe ihnen schon gesagt, daß ich Tränkehausaufgaben nicht mache”, sagte Severus geduldig.

„Ich hatte keine Zeit“, erklärte Harry.

„Mir war nicht danach“, sagte Hermine.

„Ich habe mich nicht daran erinnert“, behauptete Gregory. „Ich denke Sie haben sie angesagt, während wir geschlafen haben.“

„Ich verstehe es nicht, es ist zu schwer“, beschwerte sich Vincent.

Mary Sues Lippen waren so fest zusammengepresst, daß Draco annahm, daß sie irgendwo unter dem blutroten Lippenstrich ganz weiß sein mussten.

„Ich schlage vor, daß Sie sich das hier gut ansehen“, sagte sie, wobei sie auf die Tafel deutete. „Einige von Ihnen sind schon sehr nahe an einer zusätzlichen Hausaufgabe, und wir benutzten dieses System erst seit zwei Stunden. Kein Wunder, daß der arme Direktor so verzweifelt versucht hat einen neuen Tränkelehrer zu finden. Mein Vorgänger hat wohl frustriert gekündigt.

„Da wäre ich nicht so sicher“, grinste Draco.

„Du warst wahrscheinlich derjenige, der ihn verscheucht hat.“

„Zu Ihrer Information: Ihr Vorgänger hat mich gemocht. Ich war einer seiner Lieblingsschüler.“

„Das bezweifle ich ernsthaft“, sagte Mary Sue kalt und wunderte sich wieder über das Gekicher der Klasse.

“Da einige von euch gestern in ihrem Versuch, einen Schlaftrank zu brauen, kläglich versagt haben, werden wir den Trank heute noch einmal brauen. Nehmen Sie Ihre Notizen heraus und gehen Sie an die Arbeit.“ Eine Weile schien alles gut zu gehen. Mary Sue fing an sich zu entspannen und begann, Hausaufgaben zu benoten.

BUMM!

Dieses Mal war es der Trank von Draco und Ron, der explodiert war. Draco hatte nachgeschlagen. Er hatte herausgefunden wie genau Severus seinen Trank hatte explodieren lassen und war sehr froh über diese Gelegenheit gewesen, das Rezept auszuprobieren.

Wieder war ein großer Teil des Raumes von der Explosion geschwärzt, und sie hatten ein neues Loch in der Wand. Dieses Mal zeigte es einen schönen Ausblick auf den Gang vor dem Klassenzimmer.

Mary Sue rannte zu den beiden Jungen hinüber und hatte gerade den Mund geöffnet um sie anzuschreiben als...

ZISCH!

Hermines und Pansys Kessel war wieder unter dem Einfluß ihres Trankes zerschmolzen.

Mary Sue drehte sich um und rannte zu ihrem Tisch, um schnell die Säure wegzuputzen, bevor sie den Tisch wegätzen konnte.

„Nehmt den anderen Kessel und fangt neu an!“, befahl sie den Mädchen.

„Aber der ist gestern geschmolzen!“, sagte Hermine ruhig. „Wir werden beim Hogsmeadewochenende neue kaufen müssen.“

„Aber das ist in drei Wochen!“, schrie Pansy verärgert Mary Sue seufzte. “Ich werde versuchen dafür zu sorgen, daß ihr beide dieses Wochenende nach Hogsmeade gegen dürft um neue Kessel zu kaufen, jetzt packt und...“

"Ahhh! Professor, Hilfe!”, kreischte Seamus. Mary Sue drehte sich sofort um. Seamus und Vincent's Trank kochte über. Die heiße dunkelbraune Flüssigkeit lief an den Kesselseiten hinunter und über den sauber gestrichenen blauen Tisch, von wo sie langsam auf den rosa Boden tropfte.

Mary Sue löschte schnell das Feuer und fing an den Boden zu wischen. Es half aber nicht viel. Die Flüssigkeit blubberte noch eine zeitlang weiter über den Rand und hinterließ hässliche Flecken auf Tisch und Boden.

Sie rieb daran, bis Gregory zu ihr kam.

„Äh… wir haben ein Problem, Professor", sagte er, wobei er sein Bestes gab, nicht zu lachen. Mary Sue stand auf und warf einen Blick hinüber auf seinen und Nevilles Tisch. Neville starrte unschuldig auf seinen neuesten Unfall. Seinem Kessel waren Füße gewachsen, und er tanzte fröhlich auf dem Tisch herum, wobei er seinen Inhalt in alle Richtungen verspritzte und weitere Flecken auf Boden, Wänden und Möbelstücken hinterließ.

Draco musste hart dagegen ankämpfen nicht zu lachen. Sie hatten das natürlich nicht geplant, aber es war ganz sicher ein hervorragender Streich.

Mary Sue glaubte ihren Augen nicht. Sie ging zweimal um den Tisch und betrachtete dabei den tanzenden Kessel. Dann näherte sie sich ihm, wobei sie ihn weiter anstarrte. Der Kessel schien unbeeindruckt.

Nach fast 5 Minuten zog Mary Sue endlich ihren Zauberstab heraus und deutete in die Richtung des tanzenden Kessels.

"Fini..." Der Kessel tanzte aus dem Weg. Mary Sue zielte wieder. Sie sah nicht wie Severus seinen Mitschülern hinter ihrem Rücken Zeichen gab.

"Finite i... " Der Kessel sprang auf einmal, und Mary Sue deutete wieder auf den Tisch. Hinter ihr schlich Draco zu Harrys und Severus’ Tisch hinüber und nahm Greenie mit, während alle anderen leise ihre Taschen packten.

Mary Sue ließ die Schlüssel die sie in der linken Hand gehalten hatte, auf den Tisch fallen und packte den Kessel. Sie zog ihn mit einer Hand an sich und benutzte die andere, um mit dem Zauberstab zu deuten.

"Finite incantatem!" Die Beine des Kessels verschwanden und er kippte in Mary Sues Hand zur Seite, so daß er den ganzen Tisch mit braunem Schleim bedeckte.

„Was glaubt ihr eigentlich was ihr da macht?“, schrie Mary Sue auf einmal Neville und Gregory an. Gregory schloß seine Tasche und zuckte mit den Schultern. Neville war noch unter dem Tisch versteckt und packte.

„Versucht nicht so zu tun als wäre das keine Absicht gewesen“, kreischte Mary Sue. “Das bringt jedem von euch einen Minuspunkt… warum packt ihr? Die Stunde ist noch nicht vorbei!“

Neville dachte schnell nach.

„Um unsere Bücher vor dem klebrigen Trank zu schützen. Er hätte sie vielleicht ruiniert, wenn er sie getroffen hätte.

„Nun, das ist keine Entschuldigung für…”

Ein seltsamer blauer Nebel, der aus Severus’ und Harrys Kessel stieg zog ihre Aufmerksamkeit auf sich. “Was ist denn das?“ Mary Sue kam näher um nachzusehen.

Die Schüler zogen sich weiter vor dem Nebel zurück und versuchten, nichts davon einzuatmen. Draco und Greenie waren schon an der Tür. Neville nahm still seinen Kessel vom Tisch. Seine Augen fielen auf die Schlüssel, die direkt neben dem Kessel lagen.

Mary Sue starrte den blauen Nebel an. Sie hatte noch nie so etwas gesehen. Sie beugte sich über den Kessel und bemerkte geistesabwesend, daß der Nebel recht komisch roch.

Severus und Harry gingen stolz grinsend zum Rest der Klasse, der an der Tür wartete. Neville starrte noch immer die Schlüssel an. Es war seine Chance, an einem richtigen Streich teilzunehmen. Er warf einen Blick hinüber auf ihre Lehrerin.

Mary Sue fiel tief schlafend auf den Boden.

Neville packte die Schlüssel und rannte zur Tür. "Okay Leute, die Stunde ist vorbei”, verkündete Severus. “Gehen wir.”

Die Siebtklässer. die fast eine halbe Stunde später zu ihrer Tränkestunde kamen, fanden Mary Sue schlafend auf dem Boden neben einem leeren Kessel. Sie machten einen halbherzigen Versuch sie zu wecken, dann zuckten sie mit den Schultern und gingen wieder hinaus; sie mussten für die UTZ-Prüfungen lernen.



Am Montagabend kam Severus glücklich lächelnd mit dem großen Hammer, den Mr. Filch seit Tagen vermisste, in den Gemeinschaftsraum.

“Ich schlage vor, daß ihr alles was nicht naß werden soll so weit wie möglich vom Boden weg nehmt”, verkündete er.

„Warum? Erwarten wir eine Flut?”, fragte Susan die zu seinen Hauptlieferanten für Süßigkeiten und Scherzartikel gehörte und damit einer der wenigen Slytherins war, die es noch wagten, sich ihm zu nähern wenn er lächelte.

„Ja“, antwortete er nur.

Er ging in seinen Schlafsaal. Die meisten der anderen Slytherins folgten ihm in sicherem Abstand. Er wuchtete seinen Koffer auf sein Bett, dann drehte er sich um, um dasselbe mit dem von Draco zu machen. Als sie das sahen gingen die anderen schnell in ihre eigenen Schlafsäle, um sich auf das was Severus auch immer plante vorzubereiten.

Draco kam etwa 10 Minuten später mit einer Holzkiste in den Händen herein und grinste fast so breit wie Severus. Er hielt überrascht an und sah sich im Zimmer um.

„Hey, wo warst du?“, begrüßte ihn Severus. “Ich habe dich stundenlang gesucht und nur diesen Hammer gefunden.”

„Du hast mich in Filchs Werkzeugkoffer gesucht?“

“Nein, beim Quidditchfeld. Filch muß den Hammer vergessen haben, nachdem er die Tür der Besenscheune repariert hat.”

„Ich war im Gemeinschaftsraum der Gryffindors“, erklärte Draco.

„Im Gemeinschaftsraum der Gryffindors?“

“Ginny hat mich reingelassen,. Sie hat auch Hermine davon überzeugt mir das hier zu besorgen”, sagte er, wobei er Severus die Schachtel zeigte.

Severus blickte hinein. "Hermine ließ mich aber versprechen, daß ich sie nur in den Kerkern und bei Mary Sue benutze“, fuhr Draco fort. „Ich dachte, wir könnten sie im Gemeinschaftsraum und vor ihrem Büro freilassen.“ Severus lächelte. ”Perfekt. Aber wir warten besser, bis wir den Hammer benutzt haben. Wir wollen sie nicht alle ersäufen.”

„Sie ersäufen? Was hast du vor?“

“Willst du wieder auf die Dusche steigen?”

Draco dachte einen Augenblick lang darüber nach. Er hatte es einmal geschafft, aber es hatte sich dort oben ziemlich wackelig angefühlt.

„Nicht wirklich.“

„Du hättest den Hammer als Gesellschaft“, schlug ihm Severus grinsend vor.

„Nein.“ Okay, ich mache es, aber du mußt mir den Hammer reichen.“

„Okay, gehen wir! Kann ich unsere kleinen Freunde für den Augenblick auf dein Bett setzen?“

“Oh sicher… nein warte! Kannst du nicht. Greenie sitzt in meinem Bett. Er würde sie fressen. Setz sie auf Blaises Bett. Dann macht es nicht mal was aus, wenn ein paar raus kommen.“

Eine halbe Stunde später klopfte es an Mary Sues Bürotüre. Mary Sue öffnete die Tür sehr genervt aussehend. Ihre noch immer grünen Haare waren ganz naß, und sie hatte eine Flasche Haarfarbe in der Hand.

Draußen stand eine große Gruppe Slytherins, deren Umhänge so naß waren wie Mary Sue's Haare.

„Oh Mary Sue, unser Gemeinschaftsraum füllt sich mit Wasser!”, rief Pansy, sobald die Tür aufging.

Niemand hatte Severus’ Warnung an Mary Sue's ‚Fanclub' weitergeleitet, und Pansy und Millicent hatten große Angst.

„Wir denken es muß irgendwo ein Leck sein“, sagte Susan, die ihr Bestes gab um verwirrt und unschuldig auszusehen.

Anders als Pansy konnte sie sich sehr gut vorstellen was passiert war.

Mary Sue seufzte schwer. Konnte sie keinen friedlichen Augenblick haben, um sich um ihre Schönheit zu kümmern?”

„Nun, versucht alles was ihr könnt aus dem Wasser zu holen und benutzt Handtücher, um das Wasser aufzusaugen, ich komme in einer halben Stunde zu euch,“ befahl sie und schloß die Tür.

„Eine halbe Stunde! Wir können keine halbe Stunde warten!“, kreischte Pansy und klopfte wieder, aber Mary Sue war wieder daran gegangen sich die Haare zu färben und antwortete nicht.

Es dauerte fast eine Stunde bevor sie frisch bemalt und mit einem neuen Tuch um den Kopf, um ihr noch immer grünes Haar zu verbergen, aus ihrem Büro kam. Sie war in besonders schlechter Stimmung aufgrund ihrer vergeblichen Versuche, es umzufärben, und ihr war gar nicht danach, sich um Wasserlecks zu kümmern. Wo war Mr. Filch wenn man ihn brauchte?

Mr. Filch war in der Tat schon lange vor der Flut im Gemeinschaftsraum der Slytherins gewarnt worden, als Severus in sein Büro gekommen war, um ihm den Hammer zurückzubringen. Er war zuerst sehr wütend gewesen, weil er den ganzen Schaden reparieren musste, den das Wasser anrichten würde, aber dann hatte er sich daran erinnert, daß ihn Mary Sue immer wie Dreck behandelte und daß sie sogar Mrs. Norris getreten hatte.

Der Gedanke and seine arme misshandelte Katze überzeugte ihn davon, daß die Treppen im Astronomieturm gründlich geputzt werden mussten, und darum kümmerte er sich gerade.

Nachdem sie etwa 10 Minuten lang an die Tür des Hausmeisters geklopft hatte, musste Mary Sue einsehen, daß Filch im Augenblick nicht in seinem Büro war. Sie beschloß sich das Problem selbst anzusehen und fand die Slytherins vor der geschlossenen Geheimtür sitzend, Koffer, Taschen und Haustiere waren überall verteilt.

„Was soll das bedeuten?“, wollte sie wissen. „Warum versucht ihr nicht das Wasser aufzuwischen?“ ”Uns sind die Handtücher ausgegangen”, bemerkte Severus trocken, obwohl er von Kopf bis Fuß naß war.

Er sah aus als, hätte ihm jemand einen Eimer Wasser über den Kopf gekippt. Mary Sue beschloß, daß es wahrscheinlich so gewesen war. Dieses Kind war nervig genug, so daß sie das nicht überraschte. Die anderen Schüler hatten auch durchnässte Kleider, aber ihre Haare waren größtenteils trocken.

Mary Sue trat vor den Eingang und sagte das Passwort. Die Wandverkleidung öffnete sich und Wasser rauschte heraus, platschte über Mary Sues Beine und floß den Gang hinunter. Die Schüler sprangen kreischend auf und zerrten ihren Besitz in die Richtung der nächsten Treppe.

Mary Sue starrte den Gemeinschaftsraum an. Das Wasser drinnen war jetzt knietief. Es würde die ganzen Kerker überschwemmen. Etwas musste sofort getan werden.

Sie watete in den Raum um zu sehen woher das Wasser kam. Da! Es floß die Treppen von den Schlafsälen der Jungen herunter.

Mary Sue platschte die Treppen hinauf und kämpfte sich ihren Weg gegen das Wasser nach oben. Sie verfolgte die Strömung zurück zu ihrer Quelle und kam in einem Badezimmer heraus. Da fand sie sie. Ein kaputtes Wasserrohr war die Quelle des Übels. Aber sie sah keinen Weg, hinauf zu kommen um das Loch zu stopfen. Sie hätte eine Leiter gebraucht. Aber selbst wenn sie eine gehabt hätte, wäre sie von dem Wasser weggeschwemmt worden.

Also musste Mary Sue wieder hinaus waten. Sie dachte darüber nach die Tür hinter sich zu schließen um das Wasser eingeschlossen zu halten, aber sie würde wieder hinein müssen, nachdem sie jemanden gefunden hatte, der die Hauptleitung abstellen konnte, und dann würde es herausschwappen, sobald sie die Tür öffnete.

Wer würde also wissen wie man das Wasser abstellte? Filch natürlich. Aber er war nicht zu finden.

Wer konnte es sonst noch wissen? Oder wer konnte wissen wo der Hausmeister war?

Albus Dumbledore sah überrascht auf als eine tropfnasse Tränkelehrerin in sein Büro stürmte.

"Ah, Mary Sue!", rief er fröhlich. “Was bringt Sie hierher?”

“Im Haus Slytherin gibt es ein Wasserleck”, keuchte Mary Sue. "Es überflutet den ganzen Kerker und ich kann den faulen Idioten Filch nicht finden.”

„Aber aber, Mary Sue", ermahnte sie Dumbledore. "Mr. Filch hat sich um ein sehr großes Schloß zu kümmern, und ich bin sicher, daß er nur in einer der abgelegenen Stellen von Hogwarts beschäftigt ist. Sie sollten ihm einfach eine Nachricht an seiner Bürotür hinterlassen, und ich bin sicher, daß er sich darum kümmert, sobald er zurück kommt.“

„Ich rede von einem großen Leck. Bis er zurück kommt, muss er vielleicht in die Kerker tauchen. Ich brauche jemanden, der das Wasser sofort abstellt.“ Mary Sue brodelte.

„So ernst? Nun, dann sehe ich besser nach was ich tun kann.”

“Sie, Direktor?” Mary Sue sah kritisch an ihm auf und ab. “Ich weiß nicht was Sie tun können.“

“Wenn nichts anderes so kann ich zumindest das Wasser abstellen”, bemerkte Dumbledore fröhlich zwinkernd. „Aber sehen wir uns erst die Sache an. Vielleicht brauchen wir nicht ganz Hogwarts das Wasser abdrehen.“

“Glauben Sie mir, das müssen wir”, murmelte Mary Sue verärgert, als sie Dumbledore wieder in die Kerker hinunter folgte.

Bald trafen sie auf den Treppen auf die Slytherins und Dumbledore bekam seinen ersten Ausblick auf das Wasser, das durch die Gänge floß.

"Ah, Ich hoffe ihr habt eure Schlittschuhe dabei”, sagte Dumbledore zu den Schülern, und mit einem schnellen Zauberspruch machte er das Wasser zu Eis.

Als sie den Gang erreichten verwandelte er schnell seine und Mary Sue's Schuhe in Schlittschuhe und lief mit einem glücklichen Lächeln auf dem Gesicht in die Richtung des Gemeinschaftsraums von Slytherin davon.

„Ah, es ist so lange her seit ich das letzte Mal Schlittschuh gelaufen bin. Ich sollte mir nächstes Jahr wirklich Zeit dazu nehmen.”

Mary Sue, die zufällig sehr schlecht im Eis laufen war, hielt sich verzweifelt an der Wand fest und versuchte ihm nachzugehen.

Albus verschwand bald durch die Geheimtür. Er musste aber im Gemeinschaftsraum auf sie warten, da das nun gefroren Wasser keinen Hinweis darauf bot, wo es hergekommen war. Er glitt zwischen den Tischen herum und hatte einige Minuten lang einen Riesenspaß bis Mary Sue endlich durch die Tür stieg.

„Ah, Mary Sue. Kommen Sie um schnell einen Walzer auf dem Eis mit mir zu tanzen ?”

„Nein, ich bin gekommen um Ihnen das Leck zu zeigen.”

„Oh ja, das Leck. Es ist eine Schande, aber ich fürchte wir werden ein andermal tanzen müssen“, sagte Dumbledore enttäuscht.

Mary Sue lenkte ihn die Treppen hinauf und ins Badezimmer. Dort war das Leck deutlich zu sehen, weil ein großer gefrorener Wasserfall daraus hervorkam.

"Ah, ich sehe schon”, sagte Dumbledore. "Reparo!" Das Leck schloß sich sofort.

Mary Sue starrte das Eis, das den Boden bedeckte, wütend an. Jeder Schüler hätten den Spruch ausführen können. Warum hatte sie nicht daran gedacht?

Sie drehten sich um, um zu sehen wie Severus in der Tür stand. Sein Gelächter beantwortete alle Fragen, die Albus Dumbledore bezüglich eines gewissen Wasserlecks gehabt haben könnte.

„Du hättest das selbst reparieren können, Severus", bemerkte er ebenfalls lachend.

„Warum sollte ich? Es war lustig, dem ganzen Durcheinander zuzusehen. Bekomme ich auch Schlittschuhe?“

„Klar“, sagte Dumbledore und verwandelte Severus’ Schuhe. „Und sag deinen Mitschülern, daß sie alles was sie für eine Nacht brauchen nehmen und in den Krankenflügel schaffen sollen.“

Dann zauberte Albus einen Eispickel herbei, der sofort anfing das Eis zu zerhacken, und einige Eimer, die die Stücke einsammelten und in den See kippten.

„Da, ich denke euer Kerker ist bis morgen Abend wieder normal. Und jetzt genießen wir das Eis solange wir es haben.“

Aber Mary Sue schüttelte nur den Kopf und stolperte und rutschte zurück in ihr Büro, um wieder zu versuchen, sich die Haare zu färben. Die Bürotür aber war zugefroren. Mary Sue fluchte wütend, aber das half nicht. Sie musste für die Nacht ein Zimmer in den Drei Besen mieten.


Kapitel 14

Kapitel 16

 

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