Runaway Dragon"

 

Zurück

 

Zurück zur
Startseite


Kapitel 20: Blaue Sharks und Liebeskummer



Dieses Mal musste Mike mit seiner eigenen Familie auf den Markt gehen, und so musste Draco alleine einkaufen. Sarah gab ihm eine Liste für Obst und Gemüse, und obwohl er nicht ganz sicher war was er zuerst kaufen sollte, war er nicht so nervös wie beim letzten Mal. Immerhin wusste er jetzt, wie man handelte.

Er stopfte ‚diesen Hund’ in seinen Rucksack und ignorierte seinen Protest, dann ging er durch die dichten Massen. Zu seiner Überraschung merkte er, daß er sich darin viel besser bewegen konnte wenn er alleine war. Er musste nicht versuchen ständig mit jemandem mitzuhalten oder auf jemanden zu warten, und er konnte seine Geschwindigkeit den Bewegungen der Menge anpassen und jede Gelegenheit nutzen die sich bot um hindurch zu kommen.

Er kam mit einer neu gekauften Tüte Äpfel aus einer besonders dichten Menge, und bemerkte, daß Mary sich mit einer kleinen alten Hexe, die sich schwer auf ihren Stock stützte, und die sie offensichtlich heute bezahlte, an einem Gemüsestand anstellte. Mary winkte als sie ihn sah, und er lächelte zurück, aber er hatte keine Hand frei um zu winken..

Eine Weile später kam er in einen weniger überfüllten Teil des Marktes bei den Fleischständen. Der Geruch regte ‚diesen Hund’ auf, obwohl er noch nicht allzu schlimm war, und Draco drehte sich schon um, als er ein bekanntes Gesicht in einer Gruppe Jugendlicher in der Nähe sah.

"Hey Charlie!", rief er seiner Freundin zu, und Charlie lächelte einen Augenblick und winkte zurück. Sie kam aber nicht herüber, und Draco wurde bald klar, warum. Diese Jugendlichen mussten aus ihrer Ballettklasse sein, und sie übten ihre Tanzschritte. Eine kleine Zuschauergruppe hatte sich um sie herum versammelt, und eines der kleineren Mädchen, vermutlich die kleine Schwester von einem von ihnen, machte mit einer umgedrehten Mütze Runden und sammelte Geld.

Draco kam näher und warf einen schnellen Blick in die Mütze. Das Geld, das sie bekommen hatten waren nur Knuts, aber wahrscheinlich im Wert einiger Galleonen. Die kleine Aufführung war den Aufwand offensichtlich wert. Er blieb stehen um etwas zuzusehen und wünschte, er könnte ihnen auch etwas geben, aber er hatte nur noch zwei Knuts von seinen Einkäufen übrig, und die gehörten den Snapes. Er konnte sie nicht einfach weggeben.

Als klar wurde, daß Charlie nicht so bald mit dem Tanzen aufhören und herüber kommen würde um sich zu unterhalten, beschloß Draco, wieder einen Blick auf den Muggelladen zu werfen, bevor er sich zum Mittagessen mit den Snapes in der Seitengasse traf.

Er drängte sich durch die Menge, umging den Marktplatz, und hatte den Laden fast erreicht als er hörte wie ihn eine Stimme von hinten rief. "Hey Drache! Wart mal!”

Draco blieb stehen und drehte sich um, um zu sehen wie Larry versuchte, sich durch eine Gruppe tratschender Hexen zu schieben, um zu ihm zu kommen. "Hi, Larry! Warum versuchst du nicht, um die Gruppe herum zu gehen!” schlug er vor.

Larry schob eine besonders schnell redende Hexe hart beiseite und schaffte es endlich, durchzubrechen, während der Rest der Gruppe aus dem Weg ging und sich laut über seine Unhöflichkeit beschwerte.

"Puh, bist du schnell!“, rief Larry als er Dracos Seite endlich erreicht hatte. „Ich kann mich nicht so schnell durchquetschen wie du. Was wolltest du mir sagen? Ich konnte dich über das Geplapper der Hexe nicht hören.”

"Oh, ist schon gut. Ich habe nur vorgeschlagen, daß du einen anderen Weg nimmst der vielleicht schneller gewesen wäre. Ist jetzt egal.“

„Du kannst leicht von einem schnelleren Weg reden. Du bist kleiner. Ich passe nicht durch deine Lücken.“

„Wahrscheinlich nicht“, stimmte Draco zu, wobei er den kleinen Larry von oben bis unten ansah. „Willst du mitkommen, den Muggelladen anschauen?“

Larry zuckte die Schultern. “Warum nicht. Ich habe sowieso nichts besseres zu tun. Die Hexe der ich helfen sollte ist krank geworden, und ihr Neffe ist statt mir für sie einkaufen gegangen.“ Er seufzte. „Das sind 5 verlorene Sickel, nur wegen der blöden Grippe.“

"Warum hat sie sich nicht etwas von Onkel Severus' Pfeffertrank geholt? Der hätte sie sofort geheilt.“

"Keine Ahnung“, meinte Larry

Sie gingen eine Zeitlang nebeneinander her und unterhielten sich über alles mögliche. Nein, Larry hatte auch keinen der Sharks gesehen, aber Jo, der kleine Möchtegern-Raker der neben ihm wohnte, hatte gesehen wie der hübsche Ricky früh Morgens den Müll hinaus getragen hatte, und er hatte noch immer einen Lachanfall gehabt, als er es Larry erzählt hatte.

Draco erzählte die Geschichte von Alices Besuch bei den Snapes und fasste sein Treffen mit Jeremiah in einigen Sätzen zusammen.

Es dauerte eine Weile bis Larry endlich sagte was er wirklich wollte. "Drache?”, fragte er auf einmal.

„Ja?”

“Hast du eine Freundin?”

“Eine Freundin?”

“Nun, du bist nicht allzu sehr hinter Cathy Cat her, obwohl jeder sehen kann, daß du sie magst, also habe ich gedacht, daß du in deiner Schule schon ein Mädchen haben musst, das dir gefällt.“

„Ich bin letztes Jahr mit einem Mädchen ausgegangen, ja, aber ich bin nicht sicher, daß sie wirklich meine feste Freundin ist. Mein Vater hat von mir erwartet, daß ich sie einmal heirate, aber jetzt habe ich noch nicht entschieden was ich will, und ich weiß nicht ob sie mich überhaupt noch mag.“

"Ah, aber du hast Erfahrung mit einer Freundin?”

"Ich schätze.“

Larry schien einen Augenblick lang darüber nachzudenken. Er sah unsicher aus, als wollte er etwas fragen, traute sich aber nicht ganz. "Wie heißt sie?”, fragte er schließlich.

"Pansy. Pansy Parkinson. Sie ist ein nettes Mädchen aus einer alten Reinblüterfamilie. Ich schätze, ich hätte mir was schlimmeres aussuchen können.“

"Ah, aber du bist nicht in sie verliebt?”

"Ich bin mir nicht sicher. Sie ist ein wirklich nettes Mädchen.“

"Du bist nicht verliebt, aber viele Leute haben Freundinnen in die sie nicht verliebt sind. Du solltest sie aber nicht heiraten.”

Draco zuckte die Schultern. Er dachte im Augenblick nicht wirklich viel ans Heiraten.

"Streitest du dich je mit Pansy?”, fragte Larry auf einmal.

"Natürlich tun wir das. Alle streiten manchmal. Warum?“

Larry seufzte tief. “Mary redet immer noch nicht mit mir, nur wegen dem was ich in einem dieser dämlichen Spiele gesagt habe.“

"Nun, du lässt dich in einem Spiel provozieren. Du solltest wirklich versuchen daran zu denken, daß es nur ein dummes Spiel ist wenn du spielst.”

"Ich weiß. Was ich nicht weiß ist, was ich mit Mary tun soll. Ich dachte vielleicht... was machst du wenn Pansy nach einem Streit nicht mit dir redet?”

Draco dachte einen Augenblick lang darüber nach. „Nun, ich habe ihr immer Schmuck oder so was gekauft, aber damals hatte ich noch einen Vater der das bezahlt hat.“

"Ich kann mir keinen Schmuck leisten“, seufzte Larry.

"Und ich bezweifle, daß Mary das erwarten oder sogar wollen würde. Pansy ist das reiche Mädchen das teure Geschenke erwartet und sich gerne herausputzt. Ich habe nie gesehen, daß Mary was ausgefallenes trägt.”

"Okay, also kein Schmuck. Fällt dir sonst was ein?“

"Sie erwartet ganz sicher, daß du sagst, daß es dir leid tut.”

"Das weiß sie!”

"Aber hast du es ihr gesagt?”

"Nein, aber das ist nicht nötig. Sie weiß es schon.“

"Vielleicht, aber Mädchen erwarten immer, daß du es sagst. Es ist eine Art Ritual. Du sagst ihnen, daß es dir leid tut, und daß du sie liebst, und du gibst ihnen etwas romantisches.“

"Okay, ich kann es ihr sagen, aber ich habe nichts romantisches. Ich weiß nicht einmal was romantisch ist.”

"Das kommt auf das Mädchen an. Bei Pansy mußte es etwas teueres sein.“

"Ich kann mir nichts teueres kaufen, ich habe heute nichts verdient.“

Draco dachte darüber nach. “Hast du gar kein Geld?”

"Zwei Galleonen und drei Sickel. Ich spare auf eine neue Büchertasche für die Schule. Meine alte fällt auseinander, und ich wollte mir wirklich mal was neues kaufen.“

"Nun, was ist wichtiger, eine neue Büchertasche oder Mary?”

"Mary natürlich!”, sagte Larry sofort.

"In dem Fall schlage ich vor, daß du etwas von dem Geld in ein romantisches Geschenk investierst.”

"Aber was ist romantisch und kostet nicht mehr als 2 Galleonen und 3 Sickel?”

"Etwas das Mary mag. Du kennst sie besser als ich. Eine Schachtel Süßigkeiten in einer schönen Herzform wirkt bei den meisten Mädchen. Du mußt aber sicher sein, daß sie die Süßigkeiten mag. Einige mögen Stofftiere, aber ich bezweifle, daß Mary zu denen gehört. Fast alle Mädchen mögen es wenn man ihnen Blumen gibt. Da hilft es wieder wenn du weißt welche Blumen sie mag. Wenn du ihre Lieblingssüßigkeiten oder Lieblingsblumen kennst, schlage ich vor, daß du die kaufst, schön verpackst und sie ihr als Beweis deiner Liebe schenkst.”

Larry dachte darüber nach. “Kornblumen, Kornblumen und Bohnen jeder Geschmacksrichtung. Das mag sie am liebsten.“

"Kornblumen?”, wiederholte Draco ungläubig.

"Ja, sie hat sich mal mit Cathy Cat darüber gestritten. Cathy mag Löwenzahn am liebsten, und Mary Kornblumen. Ich weiß sogar wo ich sie pflücken kann, und ich kann ihr immer noch die Bohnen kaufen.“

"Wieso bestanden alle Mädchen mit denen ich bisher ausgegangen bin auf Rosen und Diamantketten oder goldenen Ohrringen?”

"Weil sie sich gerne teuer vorkamen?”

Wann war Larry so einsichtig geworden? „Wahrscheinlich. Also müssen wir nur die richtige Schachtel finden in der du ihr die Bohnen geben kannst. Komm mit!”

Sie mussten sich eine Weile durch den Marktplatz zwängen, bis sie einen Stand fanden, der billige Pappschachteln verkaufte. Eine Herzförmige wurde leicht gefunden, und bald gingen sie zum Süßigkeitenladen, um die Schachtel mit Bohnen jeder Geschmacksrichtung zu füllen. Larry musste zwei Packungen Bohnen kaufen bis die Herzschachtel bis zum Rand gefüllt war, aber er war nicht zufrieden bevor er nicht auch noch einen Schokofrosch darauf gesetzt hatte.

"Da", sagte er endlich zu Draco. „Jetzt muß ich nur noch die Blumen holen, und es alles einpacken.“

„Ich würde mit den Blumen bis zuletzt warten. Sie bleiben nicht frisch wenn du sie zu früh pflückst.“

Larry dachte darüber nach. „Dann hole ich sie erst morgen früh. Willst du mitkommen und mir helfen, ein schönes Geschenkpapier für die Schachtel auszusuchen?”

„Ich kann nicht.“ Draco sah sich nervös um. „Ich hätte mich schon vor einer Weile mit den Snapes zum Mittagessen treffen sollen. Ich hoffe nur, daß sie nicht allzu sauer sind weil ich zu spät komme.“

„Oh, okay. Wir sehen uns dann morgen. Und danke für den Tip. Ich hoffe nur, daß es funktioniert.“

Draco lachte. „Keine Angst, das wird es. Bye Larry!"

Nur Augenblicke nachdem Draco wieder auf den Marktplatz hinaus kam, fiel auf einmal etwas auf seine Schulter. Draco sprang fast, aber dann sagte das etwas auf einmal: “Krächz! Finden. Junge. Diesen Hund. Krächz!”

Draco hauchte einen Erleichterungsseufzer. „Hi, Munin! Sorry, daß wir zu spät kommen. Wir wurden aufgehalten, aber wir sind jetzt auf dem Weg.“

"Fliegen!"

"Ja, ja das weiß ich. Ich gehe schon so schnell ich in dieser Menge kann.“

„Fliegen!”

“Glaub mir, das würde ich wenn ich könnte, aber ich habe keine Flügel und keinen Besen, also muß ich einfach auf dem Boden bleiben und gehen.“

„Fliegen!“

”Oh halt den Schabel, wir sind ja schon fast da.”

"Krächz!", sagte Munin, dann packte er Dracos Haare und zog, wenn auch zum Glück nicht sehr fest, sondern nur fest genug,daß er es fühlte.

"Autsch! Wirst du wohl aufhören! Das tut weh.”

"Fliegen!"

"Ich hab dir schon gesagt, daß ich das nicht kann. Du bist so ein schlauer Vogel, du solltest mittlerweile bemerkt haben, daß Menschen ohne Besen nicht fliegen.“

Sie stritten noch immer als sie endlich die Gasse erreichten, und Sarah Draco fest umarmte. „Da bist du ja! Wir haben uns solche Sorgen um dich gemacht.!”

„Ich musste nur Larry bei einigen Einkäufen helfen, die länger gedauert haben als wir dachten. Ich bin okay“, murmelte Draco etwas verlegen. Was, wenn Sharks oder Rakers in der Nähe waren und es sahen? Andererseits war es wirklich schön, umarmt zu werden.

„Du hättest zurückkommen und es uns sagen sollen“, erklärte Severus streng. „Du hattest versprochen uns hier zu Mittag zu treffen, nicht eine halbe Stunde später. Du mußt lernen deine Versprechen zu halten.“

„Es ist nicht so spät....oder?“

"Ist es.“ Severus starrte ihn an. Es war kein Snapestarren mit voller Kraft, aber es reichte.

Draco starrte zu Boden. "Sorry."

"Sieh nur zu, daß es nicht wieder passiert. Jetzt laß sehen was du gekauft hast.”

Zum Glück waren die Snapes zufrieden mit dem Obst und Gemüse das er mitgebracht hatte, und sie schienen bereit zu sein, ihm sein Zuspätkommen zu vergeben. Draco beschloß, sie aber nicht an den Zwischenfall zu erinnern, damit ihnen nicht einfiel, daß sie vergessen hatten ihn zu bestrafen.

Sobald Draco schnell sein Brot verschlungen hatte waren sie wieder auf dem Weg um die Tränkezutaten zu besorgen. Der Besitzer des Tränkeladens lächelte breit als er sie sah. Draco nahm an, daß er von der Durchsuchung gehört haben musste. Die Erfahrung sagte ihm wohl, daß das bedeutete, daß er große Mengen seiner ungewöhnlicheren Waren verkaufen konnte.

Die Augen der Käufer wurden sehr groß als Severus aufzählte welche Zutaten er brauchte. Ein kleines Mädchen wandte sich an eine müde aussehende Hexe und zog an ihrem bunten Sommerkleid. „Mummy, Mummy! Was sind Krötenzehen und wozu sind sie gut?”

Die Mutter wurde leicht rot und bückte sich hinunter um dem Mädchen ins Ohr zu flüstern: “Ich habe nicht die leiseste Ahnung, Schatz. Aber ich schätze der Verkäufer weiß es, weil er gerade was abmisst.“

Das kleine Mädchen verzog nachdenklich das Gesicht. Der Verkäufer stand hinter der Theke, und von ihrem Platz aus konnte sie ihn nicht einmal sehen. Sie betrachtete Severus. Der Mann hatte die Krötenzehen bestellt, also musste er auch wissen was es war.

„Und dann noch ein paar Disteldornen. Sie sind mir fast ausgegangen und ich brauche heute vielleicht noch welche.“

„Sicher, Professor. Sonst noch was? Wir haben gerade eine frische Lieferung Froschleber bekommen.“

„Nein danke, das ist alles.“

„Entschuldigen Sie, Mister“, sagte eine winzige Stimme neben Severus’ rechtem Bein.

Er sag überrascht auf das kleine Mädchen hinunter.

„Was sind Krötenzehen? Mein Bruder hat eine Kröte, und die hat nichts das aussieht wie Zehen.”

“Sie werden nur so genannt. In Wirklichkeit sind es die Wurzeln der magischen Feuerblume. Sie sehen nur aus wie kleine Zehen in Krötenhaut. Schau.“ Severus zog eine Krötenzehe aus der Verpackung und zeigte sie ihr auf seiner Handfläche.“

„Hässlich“, beschloß das kleine Mädchen. „Und was machen Sie damit?“

„Ich braue Tränke.“

„Meine Mummy braut auch Tränke, aber sie kennt keine Krötenzehen.“

„Das liegt daran, daß man sie nicht in jedem Trank benutzt. Sie sind sehr gefährlich wenn man sie falsch benutzt, und deswegen braucht man eine besondere Erlaubnis um die Tränke zu brauen, in denen man sie braucht.“

„Gefährlich?“ Die Augen des kleinen Mädchens wurden groß. „Explodieren sie?“

“Nein, aber sie machen Halluzinationen.“

„Haluwas?“

„Halluzinationen. Das ist wenn man Dinge sieht die nicht wirklich da sind.“

“Ah, Träume.”

“Ja, Träume wenn man wach ist.”

“Aber Träume tun einem nicht weh. Sie sind nicht echt.“

„Wenn man dabei wach ist können sie das. Stell dir vor... stell dir vor du träumst, daß eine Brücke über dem Fluß ist und du willst über die Brücke gehen, aber sie ist nicht wirklich da.”

"Dann falle ich in den Fluß.”

"Genau. Du könntest ertrinken. Deswegen sind Halluzinationen gefährlich.”

Das kleine Mädchen nickte ernsthaft. „Ich verstehe. Danke.“

"Weißt du, du bist ein wirklich guter Lehrer“, sagte Sarah zu Severus auf dem Weg hinaus.

"Nein bin ich nicht. Die Kinder hassen mich.“

"Die Slytherins nicht”, widersprach Draco sofort.

"Du warst toll mit dem kleinen Mädchen”, bestand Sarah

"Aber ich habe ihr nichts beigebracht. Ich habe nur ihre Fragen beantwortet.“

“Vielleicht solltest du das mal mit deinen Schülern versuchen. Vielleicht würden sie dich dann nicht mehr hassen“, schlug Sarah vor.

"Sie müssen mich hassen. Wie soll ich sie sonst darauf vorbereiten, Voldemort gegenüberzutreten?"

"Warum mußt du sie überhaupt darauf vorbereiten, ihm gegenüberzutreten? Du bist Tränkelehrer, kein General”, sagte Sarah. Sie klang etwas müde, als hätte sie diese Worte zu oft gesagt um noch zu glauben, daß sie eine Wirkung haben würden.

"Jemand muß es tun. Albus verlässt sich darauf, daß ich der jemand bin.“

Sarah seufzte.

"Was ist dann mit den Slytherins? Wir hassen dich nicht“, widersprach Draco.

"Ihr seid anders. Ihr müsst nicht lernen wie man mit der Gefahr umgeht. Slytherins wissen das. Was sie brauchen ist jemand dem sie trauen können, jemand der sie wirklich mag und für sie kämpft. Und wenn das nicht ich bin, dann wird es Voldemort sein. Slytherins können so viel sein, aber solange jeder erwartet, daß sie böse sind, werden sie nichts anderes sein. Sie müssen eine Chance bekommen, etwas anderes zu sein.”

"Und ich werde Physiklehrer”, bestand Draco.

”Auch wenn du dann in einer Muggelschule unterrichten mußt?“

Draco dachte darüber nach. Er hatte es noch nicht überdacht. Was war wenn die Zauberergesellschaft seine Muggelfähigkeiten nicht wollte wenn er sie erst hatte. Konnte er ewig in der Muggelwelt bleiben? Würde das heißen, daß er ohne Magie leben musste?

"Darüber denke ich nach wenn es soweit ist”, beschloß er schließlich.

Alice und die Zwillinge warteten vor ihrer Wohnung als sie nach Hause kamen. Die Zwillinge versuchten, ihre blauen Haare unter ihren Stirnbändern zu verbergen, was sie noch lächerlicher aussehen ließ.

Severus betrachtete sie genau. „Ah, ich sehe schon.“

"Kannst du ihnen helfen?”, fragte Alice fast bettelnd.

„Wir werden sehen. Ich muß zuerst ein paar Tests durchführen. Aber bevor wir damit anfangen, würde ich gerne das hier wegpacken.“ Er hob die Einkaufstaschen in seinen Händen leicht an. „Es sind einige Zutaten darunter die hilfreich sein könnten. Kommt rein und setzt euch.”

Die Zwillinge sahen Draco finster an als er sich an ihnen vorbei zwängte um sich um seine Einkäufe zu kümmern. Draco lächelte ihnen liebenswürdig zu. ‚Meine Wohnung’, sagte eine winzige Stimme in seinem Kopf schadenfroh. ‚Ihr seid besser höflich.’

Alice betrachtete seine blaue Kappe ebenfalls angewidert.

„Na, Sarah, wirst du uns ein Raker?“, fragte sie mit einem leichten, spöttischen Grinsen.

„Nun, im Augenblick gibt es in diesem Teil der Stadt nur das oder die Sharks, nicht wahr?“, antwortete Sarah süß. „Und wenn man bedenkt wie Mark meinen Sohn behandelt, bleibt nicht mehr viel Auswahl, oder?“

„Was meinst du, deinen Sohn?“ Alice sah Draco abschätzend an.

Sarah deutete ruhig auf die Tür zum Schlafzimmer, wo sie Billy schon ins Bett gebracht hatte. „Der Kleine, den du gerade gesehen hast. Er heißt Billy, falls du es vergessen hast.“

"Was will Mark jetzt mit einem Baby?”

"Das würde ich auch gerne wissen. Er ist etwas zu alt für Babyspielzeug, denkst du nicht? Ich mag keine Kinder, die Babies angreifen. Es ist das gleiche wie mit Hunden. Mit einem Hund der einen Welpen angreift ist irgendwas nicht in Ordnung. Man muß ihn loswerden, bevor er auch Menschen angreift.“

"Mark hat nichts getan. Er hat nur etwas mit dem Baby gespielt. Er hat es nur etwas geneckt“, protestierte einer der Zwillinge. Draco konnte nicht sagen, welcher es war. Sie sahen beide genau gleich aus.

"Er hat ihm Angst gemacht und versucht ihn von einem Tisch zu stoßen. Wenn das heißt nichts zu tun will ich nicht sehen wie er jemanden angreift”, erklärte er ihnen.

"Ich bin nur froh, daß die Rakers rechtzeitig vorbei gekommen sind. Ich bezweifle, daß Draco 4 Sharks ganz alleine in Schach halten hätte können, und man kann nicht wissen, was sie Billy angetan hätten, wenn sie an ihm vorbei gekommen wären.“

"Wir hätten ihn nicht angerührt”, sagte dieses Mal der andere Zwilling. “Wofür halten Sie uns?”

"Es hat nicht ausgesehen als würdet ihr ihm nichts tun“, warf Draco wütend zurück.

Severus, der erkannte wenn sich ein Kampf anbahnte, streckte seinen Kopf aus dem Labor. „Draco? Kannst du mir einen Kessel füllen und aufs Feuer stellen? Wir brauchen ihn wenn ich mir die Zwillinge schnell angeschaut habe.“

"Sicher!” Draco holte schnell einen Kessel aus dem Labor, und füllte ihn mit Wasser aus dem Hahn in der Küche. Er grinste als ihm klar wurde, daß es derselbe war, in dem er seinen Trank gebraut hatte.

Es war natürlich egal. Der Rest des Trankes war schon lange vertrocknet und hatte seine Kraft verloren, und nachdem Draco ihn ausgewaschen hatte, waren alle Spuren des Trankes verschwunden. Es war wieder einfach ein normaler Kessel, aber in den 1001 Nutzlosen Tränken stand, daß es kein Gegenmittel gab. Konnte Severus sich trotzdem eines einfallen lassen? Draco hoffte nicht. Die Zwillinge sahen so viel zu lustig aus.

"Bitte kommt rein”, befahl Severus den Zwillingen von der Labortür aus. “Wer will zuerst?”

Draco folgte ihnen hinein und stellte den Kessel auf den Brenner, dann starrte er eine Zeitlang ins Feuer. Severus betrachtete die Haut der Zwillinge durch ein Vergrößerungsglas, und zog etwas an ihren Haaren. Draco sah ihm aus dem Augenwinkel zu und fragte sich, wie viel davon wirklich notwendig war. Spielte Severus mit den beiden Sharks? Es sah aus als würde es ihm viel Spaß machen.

“Ich brauche die Eidechsenzähne, Draco.”

Draco ging gehorsam um den Behälter mit den Eidechsenzähnen zu holen, und stellte ihn auf den Tisch.“

„Disteldornen, vielleicht etwas vom Feenstaub, und natürlich die Zitronenblätter und etwas Pfefferwurzel.“

Draco stellte sie alle auf den Tisch und sah Severus dann fragend an. Zitronenblätter und Pfefferwurzel? Sauer und Würzig? Es klang ihm gar nicht nach einer guten Kombination.

"Und dann muß ich mir einige eurer Haare leihen”, erklärte Severus den Zwillingen, wobei er ihnen trotz ihrer Aufschreie einige ausriß.

Dann kam er zum Tisch herüber und warf einige Eidechsenzähne mit den Haaren in den Kessel. Dann fing er an zu rühren.

"Nimm 5 Disteldornen und wirf jedes Mal einen hinein wenn ich es dir sage”, wies er Draco an. “Sie werden in fast allen Tränken benutzt, um Haarfarbe wiederherzustellen. Sehr beliebt unter ergrauenden Damen. Jetzt der erste.”

Draco ließ ihn hinein fallen, und Severus rührte weiter. “Man muß aber vorsichtig sein, nicht zu viele auf einmal zu benutzen, weil sie gerne explodieren, wenn sie auf einmal mit anderen Zutaten in Kontakt kommen. Vor allem der Feenstaub läßt sie gerne losgehen. Jetzt der zweite. Gut. Die Eidechsenzähne sind für die Haut, aber sie haben ihre Nachteile. Sie lassen es am Anfang noch schlimmer jucken, aber sie sollten die Verfärbung wegnehmen. Jetzt der dritte.“

Draco warf noch einen Dorn hinein, und sah zu wie der Trank die Farbe änderte.

"Die Wirkung der Pfefferwurzel kennst du noch aus der zweiten Klasse, nehme ich an?”

Draco nickte, obwohl es ihn etwas verwirrte. Pfefferwurzel wurde als Hauptzutat nur in Tränken zum Wachbleiben benutzt, obwohl sie auch eine fiebersenkende Wirkung haben konnte, wenn man nicht alle Zutaten für einen richtigen Pfeffertrank bei der Hand hatte. Es war auch eine der Zutaten, die am unangenehmsten schmeckten, wie Draco wusste. Sie brannte viel schlimmer auf der Zunge als alles, in dem Minze war.

"Der vierte Dorn. Denk immer daran, alles was Eidechsenzähne beinhaltet gegen den Uhrzeigersinn zu rühren solange du noch Zutaten dazu gibst. Die einzige Ausnahme von dieser Regel gibt es, wenn du Einhornhorn oder Drachenschuppen hinein gegeben hast. In dem Fall mußt du im Uhrzeigersinn rühren. Wenn du falsch herum rührst kocht der Trank in Sekundenschnelle über und löscht dein Feuer. Wenn das passiert, mußt du mindestens eine Stunde warten bis es wieder brennt, und die meisten Tränke sind ruiniert wenn sie zu kochen aufhören bevor sie fertig sind. Jetzt der letzte Dorn. Diese Regel trifft natürlich nicht auf Tränke zu, in denen Drachenatem ist, weil die von selbst kochen. Jetzt gib diese Pfefferwurzel hinzu und schneide 10 Zitronenblätter.“

"Die Pfefferwurzel ungeschnitten hineingeben?“, fragte Draco überrascht. Er wusste, daß man kaum jemals eine ungeschnittene Pfefferwurzel benutzte, weil es den Trank fast untrinkbar machte.

„Ja, so ist sie stärker. Da Sarahs Versuche alle gescheitert sind, denke ich es ist ratsam, ungewöhnlich starke Mittel zu benutzen.“

”Und 10 Zitronenblätter?”

Severus nickte und zwinkerte Draco zu. Draco grinste. Dieser Trank würde sauer sein, sehr sauer.

Nachdem er die Zitronenblätter hinzu gegeben hatte, ließ Severus den Trank noch 5 Minuten kochen, während denen er Draco weiter über die Verwendung von Eidechsenzähnen und Disteldornen aufklärte, und die Zwillinge und ihre Mutter stumm auf den blubbernden Kessel starrrten und immer unruhig wurden, wenn Severus Explosionen oder giftige Wirkungen erwähnte. Severus hielt ihnen bald einen Vortrag über explosive Gifte, und Draco konnte sich kaum noch das Lachen verbeißen, als er endlich beschloß, daß der Trank fertig war, den Brenner abstellte und mit einer Bewegung seines Zauberstabes einen Kühlzauber auf den Kessel legte.

"So, welcher von euch möchte es zuerst versuchen?”, fragte Severus die Zwillinge.

Sie sagen sich zweifelnd an, aber nach einem Augenblick meldete sich einer freiwillig. Severus füllte ruhig etwas von dem Trank in ein Glas und gab es dem Zwilling. Der Junge roch vorsichtig an der Flüssigkeit, dann schmeckte er sie, und fing sofort an zu husten.

"Urgh! Das kann man nicht trinken”, beschwerte er sich.

”Nun, wenn du lieber so bleiben möchtest“, meinte Severus.

Der Junge starrte seinen Bruder fast eine Minute lang düster an, dann trank er den Trank mit einem tiefen Seufzer. Er zog eine Grimasse, dann sah er Severus erwartungsvoll an. Sein Haar glitzerte einen Augenblick lang, dann wurde es blendend rosa.

"Interessant”, bemerkte Severus.

Draco grinste. Die Punkte hatten sich gar nicht verändert, und rosa Haare waren fast so gut wie blaue.

"Ihr habt nicht zufällig ein paar unveränderte Haare, die wir für den Trank nehmen können?“, fragte Severus Alice.

"Unveränderte Haare? Nun, es sind vielleicht ein paar in ihrer Haarbürste.”

"Wir müssten aber genau wissen, welches Haar welchem Zwilling gehört.”

"Keine Chance. Ihre Haare schauen genau gleich aus. Ich könnte die einzelnen Haare nicht auseinanderhalten.”

"Ah nun, in dem Fall fällt mir im Augenblick nur ein weiterer Trank ein. Draco, hol mir einen frischen Kessel und füll ihn.”

Draco grinste den Zwilling mit den rosa Haaren auf dem Weg hinaus an. Es wurde immer besser.

Einige Minuten später blubberte ein neuer Trank, dieses Mal ohne Eidechsenzähne, aber mit viel Einhornhorn und etwas Feenstaub.

"Noch 10 Zitronenblätter und die Pfefferwurzel“, erklärte Severus ruhig.

Draco fragte sich, wie er es schaffte, nicht zu lachen. Der Trank hatte vielleicht eine bessere Erfolgschance, aber er würde nicht besser schmecken als der erste.

Er musste auch eine halbe Stunde kochen, und dieses Mal beschloß Draco, die Zeit zu nutzen um etwas Mathe zu machen. Die Zwillinge starrten ihn mit großen Augen an, während Severus erklärte wie man ausrechnete, wie viel Wasser in einen Kessel passte. Es klang etwas schwerer als das was Draco im Augenblick machte, aber es war eine Herausforderung. Er legte sein Buch zur Seite und fing an, den Kessel zu vermessen den sie für den ersten Trank benutzt hatten.

"Warum folterst du den armen Jungen mit solchen Sachen?”, fragte die Mutter der Zwillinge Severus ratlos.

“Das mache ich nicht. Es war seine Idee, Mathematik zu lernen. Ich unterstütze nur seine natürliche Neugier“, bemerkte Severus sachlich.

Der Trank war fertig, lange bevor Draco herausgefunden hatte, wie man die Aufgabe löste, und bald hielt Severus dem noch immer blauhaarigen Zwilling ein weiteres Glas hin.

"Es ist nur fair, daß du es dieses Mal zuerst ausprobierst”, erklärte er als der Junge hilfesuchend zu seinem Bruder blickte.

Nach einigen weiteren Grimassen und gehuste starrten sie den Zwilling alle erwartungsvoll an. Dann fing ein dünner Rauchfaden an, sich aus seiner Nase zu winden, und bald gesellte sich ein weiterer aus dem anderen Nasenloch hinzu.

„Nun, ich schätze den muß ich mir merken, wenn ich mich mal als Drache verkleiden will“, grinste Draco.

„Das war kein normaler Färbetrank“, beschloß Severus als klar wurde, daß es die einzige Wirkung des Trankes auf den Jungen war. „Nicht einmal die alten griechischen sind so widerstandsfähig, und ich bin ziemlich sicher, daß Draco nicht griechisch lesen kann. Was hast du ihnen denn zu trinken gegeben?“

“Zu trinken gegeben? Ich habe ihnen gar nichts zu trinken gegeben. Das warst du. Sie würden nie was trinken das ich ihnen gebe.”

“Was hast du dann getan?”

“Er hat Wasserbomben auf uns geworfen!”, beschwerte sich der Zwilling mit den rosa Haaren.

“Also ein Berührungstrank“, schloß Severus. „Ich würde auf Merlins Färbetrank tippen, aber der soll die Haare rot machen und nichts auf der Haut hinterlassen, und er juckt auch nicht. Und ich dachte immer, daß dieser Runentext für einen Schüler der 5. Klasse sowieso zu schwer zu lesen wäre.“

„Was würde das bringen?“, fragte Draco überrascht. „Einfach die Haarfarbe zu ändern kann nicht so viel nützen, oder?“

”Verkleidung. Zu Merlins Zeiten hatten Muggel keine Haarfärbemittel, also war die Haarfarbe zu ändern eine gute Art, den Hexenverfolgungen zu entkommen. Daher kommt natürlich der Glaube der Muggel, alle Hexen hätten rote Haare.“

„Er war also damals schon nicht sehr erfolgreich?”

"Nicht ganz, aber er hat viel geholfen. Jetzt hör auf zu versuchen mich abzulenken. Ist es eine Abart von Merlins Färbetrank oder was sonst?”

"Es ist ein nutzloser Trank.”

"Draco, deine Meinung über Merlins Färbetrank können wir ein andermal besprechen.”

"Nein, das meinte ich nicht. Der den ich benutzt habe war ein nutzloser Trank.“

"Was?"

"Ich habe ihn in 1001 Nutzlose Tränke gefunden.“ Draco grinste während er Severus das Buch gab. „Siehst du, da.“

Severus sah sich die Seite an und… lachte.

Die Zwillinge und Alice starrten ihn völlig verwirrt an.

"Sieht aber aus,als hättest du ihn sehr nützlich gefunden”, brachte er durch sein Gelächter hervor. “Wir sollten dem Herausgeber einen Brief schreiben. Falsches Buch.”

"Was ist dann mit den Haaren meiner Söhne?”

Mit einiger Anstrengung brachte sich Severus wieder unter Kontrolle. „Tut mir leid, dagegen gibt es kein Gegenmittel. Er ist aber völlig harmlos, und die Wirkung lässt nach etwa einer Woche nach.“

"Eine Woche!”, kreischte der Zwilling der Rauch atmete.

"Aber was ist mit dem rosa?”, kreischte der Zwilling mit den rosa Haaren.

"Die versuchten Gegenmittel haben mit dem ursprünglichen Trank reagiert“, erklärte Severus. „Das bedeutet, daß die Nebenwirkungen anhalten solange die blauen Flecken das auch tun.“

“Aber gibt es keinen Weg, wenigstens diese Wirkungen zu neutralisieren?“, fragte Alice entrüstet.

"Ich könnte es versuchen, aber dazu müsste ich einen neuen Trank erfinden, und das benötigt normalerweise mindestens ein Jahr Arbeit und Experimente. Die Wirkung würde von selbst verschwinden, bevor ich die richtige Kombination von Zutaten finde.“

"Nun, erwarte nicht, daß ich dich dafür bezahle”, schnaubte Alice, bevor sie mit erhobenem Kopf zur Türe ging, während ihr die Zwillinge niedergeschlagen folgten.

"Ich habe versucht zu helfen, Alice. Wenn du nicht bereit bist, das anzuerkennen, könnte ich natürlich zweimal darüber nachdenken, bevor ich dir das nächste Mal helfe.“

Ein weiteres Schnauben, und Alice öffnete die Tür, um hinaus zu eilen. Sie musste aber in dem Augenblick anhalten in dem sie hinaus trat, und die beiden Zwillinge rannten sie um und stießen sie in den Hübschen Ricky und Robin, die offensichtlich gerade hatten klinglen wollen.

"Vergeßt es”, erklärte der Zwilling mit den rosa Haaren, während sein Bruder seiner Mutter half, sich den Dreck abzuklopfen nachdem sie gefallen war. „Es gibt kein Gegenmittel. Er hat nur ein bißchen scheußlich schmeckendes Zeug an uns ausprobiert, das einige scheußliche Nebenwirkungen hatte, und dann hat er gesagt, daß er nichts tun kann.“

"Ich bin nicht staubig, weißt du”, erklärte der hübsche Ricky Alice mit einem sehr beleidigten Blick. „Ich habe gerade gebadet um zu sehen ob die Farbe herunter geht“

"Vielleicht wenn wir versuchen Professor Funnel zu fragen?“, schlug Robin vor.

"Wenn Snape es nicht kann, hat der alte Scharlatan nicht die leiseste Chance”, schnappte Alice, die Ricky ignorierte. Sie zog ihre Kleidung zurecht und eilte weiter den Gang hinunter als wäre nichts passiert.

"Ich würde Frank Funnel keinen Scharlatan nennen, Alice", erklärte Snape ihrem schnell verschwindenden Rücken ruhig. „Er ist vielleicht keiner der besten Zaubertränkemeister der Welt, aber er ist sicher unter den besten und erfahrensten Lehrern Europas. West Hogsmeade hat viel Glück, ihn zu haben:” Aber als er beim letzten Satz angekommen war, redete er schon mit einem leeren Korridor, da die Kinder Alice schnell die Treppen hinunter gefolgt waren.

Severus zuckte mit den Schultern und wandte sich an Draco. „Nun, ich schätze die Sharks sind wir los. Was noch bleibt ist, das Labor aufzuräumen. Wenn du mir damit hilfst, helfe ich dir mit der Matheaufgabe. Okay?”

“Perfekt”, lachte Draco.


Kapitel 19

Kapitel 21

 

Zurück