Slytherin Snakes

 

 

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Kapitel 2: Unterrichtsstunden



10 Jahre später...



Severus starrte den Brief an. Er haßte es einmal ein Todesser gewesen zu sein. Immer wieder holte ihn die Vergangenheit ein. Eduard Malestrade war ein unwichtiger Todesser gewesen, aber dennoch er hatte einflussreiche Freunde, wie Lucius zum Beispiel und er konnte es sich nicht leisten noch mehr aufzufallen. Nein, wirklich nicht. Malestrade hatte ihn gebeten seinem Mündel Nachhilfe in Zaubertränken zu geben. Das der Typ eine Familie hatte, hatte Snape nicht gewusst. Vor allem, aber wieso ging sein Kind nicht nach Hogwarts?

Er hatte sich mit Dumbledore abgesprochen, er würde das Angebot annehmen. Leider, welch eine Zeitverschwendung. Er packte gerade die letzten Dokumente und Materialien zusammen, als der Direktor das Büro betrat. Wer denn auch sonst, weder Minerva, noch sonst ein Lehrer, kam ihn besuchen. Ihn den ekelhaften Tränkemeister.

"Du nimmst das Angebot, also an", sagte Dumbledore. Seine Stimme war angenehm und weich. Doch Severus erwiderte nichts, was hätte er auch sagen sollen?

Er packte seine Tasche und verließ das Büro, der Direktor folgte ihm.

Mit Severus zu arbeiten, fiel ihm nicht schwer, auch wenn kaum jemand das wußte oder noch weniger verstand. Er sah in dem Mann einen Freund, einen sehr wichtigen Freund. Natürlich waren sie oft unterschiedlicher Meinung und Severus hatte nie einen Hehl aus seiner Einstellung gemacht. Das aber war es was Albus an seinem jüngeren Kollegen schätzte, er war immer ehrlich und sagte offen seine Meinung.

***



An einem anderen Ort etwas früher am Morgen.

Ein junges Mädchen, etwas um die elf, zwölf Jahre, erwachte mit einem lauten Schrei. Sie hatte wieder einen Albtraum gehabt. Den selben wie immer. Sie träumte von damals, damals, als sie ein Monster geworden war. Auch wenn das Dunkle Mal schon lange nicht mehr sichtbar war, sie sah es in ihren Träumen.
Die Schmerzen und immer wieder die selbe Frage. Warum?

Einige Jahre nach dem Fall Voldemorts verhafteten Auroren des Ministeriums ihre Mutter. Nicht weiter verwunderlich, denn sie hatte nie einen Hehl aus ihrer Loyalität gemacht, nicht mal während der Gerichtsverhandlung. Seit dem kümmerte sich Eduard Malestrade um sie. Sie haßte diesen Menschen und fürchtete ihn zugleich.
Er war grausam.

Alina stand auf und richtete sich für den Tag. In ihrem ordentlichen Zimmer würde niemand vermuten, daß hier ein Kind wohnte. Es gab keine Spielsachen, weder magische, noch Muggelsachen. Der Raum beherbergte einen großen Kasten mit einem hübschen Spiegel, einen Schreibtisch, welcher über und über vollgestopft war mit Pergamenten und Notizen. Daneben ein Regal, ebenfalls überfüllt mit Büchern und Pergamenten, sie alle schienen Magie zu behandeln, in verschiedenster Art und Weise.

Der Ort, an dem Alina zu Hause war, war ein altes Herrenhaus. Nicht ganz so berühmt wie Malfoy Manor, aber ebenso alt. Für zwei Personen, die im Moment das Gebäude bewohnten, viel zu groß. Daher waren viele Räume ungenutzt.

Alina ging durch die Küche, wo die Hauselfen geschäftig durch die Gegend eilten, in den kleinen Salon. Malestrade war bereits anwesend.

"Morgen Sir", sagte sie und wartete darauf, daß er ihr erlaubte sich zu setzten.

Gehorsam ist eine Tugend hatte er einst gesagt. Eine die ich dich lehren werde, was er auch tat. Am Anfang hatte sich Alina heftig gegen ihren Vormund gesträubt, doch mit der Zeit hatte sie sich daran gewöhnt jeden Befehl ohne weiter nach zu denken aus zu führen.

"Setz dich!", bellte der Mann.

Malestrade war recht groß gewachsen und hatte hellbraunes Haar, die schon ins Graue gingen. Er war ein loyaler Todesser und er hatte einen Plan, das wusste Alina. Eines Tages, wenn ihre Ausbildung abgeschlossen war, dann würde sie den Lord zurückholen. Er würde ihren Körper übernehmen, mit ihrem Können und Wissen. Dann würde er wieder zaubern können und sich seinen eigenen Körper schaffen.
(An. d. Aut.: Wir sind jetzt in Harry's erstem Jahr)

"Ja Sir", erwiderte Alina und setzte sich ebenfalls zum Tisch.

"Heute kommt dein Lehrer ich hoffe für dich, daß du mich nicht enttäuscht."

Das war eindeutig, würde sich der Professor bei Malestrade beschweren, dann würde sie bestraft werden. Innerlich fragte sie, was es wohl für einen Unterschied machen würde, sie würde ohnehin bestraft werden.

"Nein Sir, ich werde Euch nicht enttäuschen."

Sie hatte alle Bücher, die sie zu Hause über Zaubertränke gefunden hatte, auswendig gelernt. Sie hoffte nur, daß es dem Professor genügte.

***



Severus betrat das große Herrenhaus, er war schlechter Laune und hatte schon im Vorhinein beschlossen, seine Schülerin nicht zu mögen und ihr die gleiche Freundlichkeit, wie Potter angedeihen zu lassen. Malestrade erwartete ihn in der großen Empfangshalle.

"Severus wie schön, daß du kommen konntest."

Snape nickte nur, ihm war der Mensch zu wider. Wieso zum Teufel hatte er dieses Angebot angenommen? Jetzt war es ohnehin zu spät einen Rückzieher zu machen.

"Ich zeige dir euer Klassenzimmer, du wirst nicht enttäuscht sein, ich habe alles besorgen lassen, wonach du verlangt hast."

Der Klassenraum war im ersten Stock und verfügte, sehr zu Freuden des Lehrers, über kein Fenster. Ein junges Mädchen saß vor ihrem Pult und er hatte einen großen Schreibtisch. Es war nicht gar so düster, wie in Hogwarts, aber es würde langen.

Sowie der Professor und Malestrade eintraten, sprang das Mädchen wie von der Tarantel gestochen auf. Ihr Vormund nickte dem Mann zu und verschwand.

"Ich bin Severus Snape, Meister der Zaubertränke, ich werde Sie in die schwierige Kunst des Zaubertrankbrauens einweihen. Nur sehr wenige Zauberer sind dazu in der Lage, glauben Sie wirklich, daß Sie das Zeug dazu haben?! Stellen Sie sich erst einmal vor!"

"Alina Allicent Sir und wenn ich ehrlich sein soll ich weiß es nicht Sir."

"Tja nun, deswegen bin ich ja da. Wer hat die Zaubertrankzutaten so angeordnet?"

"Ich Sir."

"Warum nicht nach alphabetischer Reihenfolge?"

"Nun das geht nicht, die Zutaten sollten nach Zusammengehörigkeit sortiert werden, einige vertragen sich nicht, andere gehören gekühlt oder gewärmt. Denke ich Sir."

Der Professor besah sie mit einem eisigen Blick. Sie wich zurück, ein gutes Zeichen. Er stellte ihr ein paar Fragen, sie antwortete mit einer Geschwindigkeit, die dieser besserwisserischen Granger alle Ehre gemacht hätte. Wohl auch so ein Bücherwurm. Das konnte ja heiter werden. Er ließ sie einen Trank brauen, einen den er nie von einem Erstklässler erwarten würde, er hatte freundlicherweise vergessen ihr zu sagen was sie machen solle, doch das schien sie nicht weiter zu stören. Die nächste Zeit verbrachte sie damit Zutaten vorzubereiten und in den Kessel zu geben. Der Trank war fast fertig, plötzlich wurde sie blass und er merkte, daß sie ihn sehr ängstlich anblickte.

"Was ist!", fauchte er ungeduldig.

"Verzeihen Sie Sir, aber ich weiß nicht ob ich die Eiffelwurzel leicht anschmoren soll oder nur andünsten. Beides ist möglich."

Nun war der Professor erstaunt, anders als Granger versuchte sie nicht ihr Wissen zur Schau zu stellen, sondern... ja das war nun wirklich merkwürdig.
Weil er so wütend auf sich selbst und die Welt gewesen war hatte er sich nicht die Mühe gemacht das Mädchen näher zu beobachten. Sie schien sich sehr zu fürchten. Vor ihm? Wahrscheinlich.

"Woher weißt du, dass Beides möglich ist? Lass mich raten, aus einem Buch."

"Ja Sir, ich habe versucht, so viel wie ich kann zu lernen."

"Warum?"

"Damit Master Malestrade nicht enttäuscht ist, er hat gesagt, es sei eine große Ehre für mich, dass Sie mich unterrichten."

"Ich würde sagen, du schmorst die eine Hälfte an, die andere dünstest du, mal sehen, welcher Trank besser wirkt, dann weißt du ja, wie du es in Zukunft machst."

"Ja Sir."

Jeder andere hätte gemurrt, denn es bedeutete doppelte Arbeit. Sie jedoch nicht, im Gegenteil. Wie merkwürdig.

Sie war sehr still, das fand Severus eine angenehme Abwechslung.

Die Stunde neigte sich dem Ende zu. Daß Severus von seiner Schülerin beeindruckt war zeigte er nicht. Doch, auf seine eigene Art und Weise, er gab ihr eine sehr anspruchsvolle Hausübung. Dann verließ er so rasch er konnte das Gebäude.

Kaum hatte der Professor das Gelände verlassen tauchte ihr Vormund auf.

"Und war er zufrieden?", herrschte er sie an.

"Ich weiß es nicht Sir, er hat jedenfalls nicht gesagt, daß er es nicht gewesen sei."

"Dann komm, du darfst deinen anderen Unterricht nicht vernachlässigen."

Sie folgte ihm schweigend in den Keller, denn dort fand ihr eigentlicher Unterricht statt. Es war sehr ermüdend, wie immer und natürlich war ihr Vormund nicht zufrieden. Er fand immer einen Grund sie zu bestrafen. Komisch, warum hatte Snape sie nicht bestraft, sie hatte schließlich etwas nicht gewußt?

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